Freudige Nachricht für Radler und Fußgänger

 

Die neue Bogenbrücke über die Amper zwischen Stegen und Eching am Ammersee wurde offiziell an den Verkehr übergeben. Die Brücke stellt den Fußgängern und Radfahrern einen jetzt auf 3 m verbreiterten kombinierten Geh- und Radweg zur Verfügung.

 

 Stegen_-_Bruecke
Stegen_-_Bruecke © Dieter Roettig

Nach nur rund neunmonatiger Bauzeit wurde am Montag, 30. November 2020 die neue Bogenbrücke über die Amper offiziell an den Verkehr übergeben. Die Brücke stellt den Fußgängern und Radfahrern einen jetzt auf 3 m verbreiterten kombinierten Geh- und Radweg zur Verfügung.

Da die alte Amperbrücke wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll instandgesetzt werden
konnte und zudem einen nur knapp 1,40 m breiten Gehweg aufwies, der regelmäßig
von einer Vielzahl an Radfahrern des Ammersee-Rundweges mitbenutzt wurde, entschied sich das Staatliche Bauamt Weilheim für einen Neubau.

Vor allem für Radfahrer rund um den Ammersee galt die Brücke zwischen Stegen und Eching am Ammersee als Nadelöhr, da die Radfahrer dort absteigen mussten und ein Begegnungsverkehr bei 1,40 m nicht möglich war. Umso erfreulicher ist die Verkehrsfreigabe für den ADFC-Kreisverband Landsberg, der mit einem Schreiben über den Landrat an das Staatliche Bauamt auf diese Engstelle im Jahr 2016 nochmals explizit hingewiesen hat und hierbei um Überprüfung der Möglichkeiten eines Ausbaus bzw. einer Verbreiterung der Brücke für Radfahrer und Fußgänger gebeten hat.

Die besondere Herausforderung der Baumaßnahme lag unter anderem in der bauzeitlichen Verkehrsführung. Da aus naturschutzfachlichen Gründen der Bau einer Behelfsbrücke ausschied und die Staatsstraße St 2070 im Bereich zwischen den Autobahnanschlussstellen Greifenberg und Inning zugleich ausgewiesene Umleitungsstrecke für die BAB 96 ist, war eine bauzeitliche Vollsperrung der Brücke nicht möglich.
Aus diesen Gründen wurde eine einmalige Sonderlösung realisiert.

Durch intensive Verhandlungen mit der Autobahndirektion Südbayern, Dienststelle
Kempten, ist es gelungen alle vier Richtungsfahrbahnen der BAB 96 (sowohl die beiden Richtungsfahrbahnen nach Lindau, als auch die beiden nach München) auf das nördliche Bogenbrückenbauwerk der Autobahn zu verlegen. Dadurch wurde die südliche Bogenbrücke der Autobahn frei, um bauzeitlich den Verkehr der Staatsstraße 2070 sowie den Fußgänger- und Radfahrverkehr aufzunehmen. Somit konnte sowohl der Verkehr auf der Autobahn, als auch der auf der Staatsstraße, inklusive Fußgänger und Radverkehr bauzeitlich nahezu ungehindert fließen.

Um den baustellenbedingt eingeengten Verkehr auf der Autobahn nicht in die Winterdienst- Betriebsphase fallen zu lassen, wurde eine Fertigstellung der Maßnahme vor Mitte Dezember 2020 angestrebt. Die vorgesehene Bauzeit - mit Beginn Anfang März - konnte somit trotz der Einschränkungen durch die Corona-
Pandemie eingehalten werden.

Die veranschlagten Baukosten von rund 8,4 Mio. Euro werden eingehalten.
Restarbeiten am Korrosionsschutz der Stahlkonstruktion und Anpassungsarbeiten an
den Geländern werden witterungsbedingt erst im Mai 2021 erfolgen. Für die Ausführung dieser Arbeiten werden evtl. noch geringfügige Einschränkungen im Verkehrsraum notwendig werden.

 


https://landsberg-am-lech.adfc.de/neuigkeit/freudige-nachricht-fuer-radler-und-fussgaenger

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

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    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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